Die Mammographie

Die Mammographie selbst ist eine einfache und schnelle Untersuchung, sie dauert nur wenige Minuten. Dazu legt die Assistentin Ihre Brust zwischen zwei strahlendurchlässigen Plexiglasplatten, die dann kurz zusammengedrückt werden. Dieses Zusammendrücken kann unangenehm, manchmal auch etwas schmerzhaft sein. Der Druck ist aber notwendig, um mit möglichst geringer Strahlendosis aussagekräftige Aufnahmen erstellen zu können. Ihre Brust wird mit einer minimalen Bestrahlung, durch den Einsatz der digitalen Vollfeldmammographie, geröntgt. Auf diese Weise können Veränderungen des Brustgewebes gut sichtbar gemacht werden. Von jeder Brust werden zwei Aufnahmen angefertigt - einmal von oben nach unten und einmal schräg von der Mitte her zur Seite.

Die Befundung

Bei der Auswertung der Mammographie-Aufnahmen wird im Screening-Programm ein hoher Sicherheitsstandard verlangt. Zwei Fachärzte analysieren unabhängig voneinander die Aufnahmen Ihrer Brust. Sie sollen dabei möglichst keine Veränderung übersehen, aber auch keinen harmlosen Schatten als verdächtigen Befund werten. Alle Ärzte, die Bilder befunden, müssen unter anderem Jahr für Jahr Aufnahmen von mindestens 5.000 Frauen beurteilen. Die Zuverlässigkeit der Befunde wird dadurch erhöht.

Bei etwa 95 Prozent aller Frauen zeigt die Mammographie keinen Hinweis auf Brustkrebs. Diesen Frauen wird schriftlich mitgeteilt, dass das Ergebnis unauffällig ist und dass sie in zwei Jahren wieder unaufgefordert zum Mammographie-Screening eingeladen werden.

Im Falle eines Verdachts

Hat ein Arzt auf den Röntgenaufnahmen eine Auffälligkeit entdeckt, so werden die Bilder gemeinsam mit der Leiterin oder dem Leiter der Screening-Einheit erneut besprochen. Das geschieht in einer wöchentlich stattfindenden Konferenz. Die regelmäßigen Konferenzen sind sehr wichtig, denn sie steigern die Qualität, die Sicherheit der Befunde und damit des gesamten Programms.

Die Mammographie-Untersuchung soll möglichst keine Veränderungen übersehen, auch wenn sie noch so klein sind. Deshalb wird jedem ausreichenden Verdacht nachgegangen. Zeigen Ihre Röntgenbilder Veränderungen, die abgeklärt werden sollten, werden Sie zu einer weiteren Untersuchung eingeladen.

Ablauf des Mammographie-Programms