Bezahlt meine Krankenkasse die Mammografie?

Die Früherkennungsmammografie ist nur im Screening-Zentrum und nur für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren kostenlos. Die Frauen haben alle zwei Jahre Anspruch darauf, im Rahmen dieses Früherkennungsprogramms untersucht zu werden. Keine Kosten können übernommen werden, wenn Sie nicht dieser Altersgruppe angehören oder wenn Sie sich in einer radiologischen Praxis röntgen lassen, die nicht am organisierten Früherkennungsprogramm teilnimmt.

Ich habe Schmerzen in der Brust - was soll ich tun?

Haben Sie Beschwerden, sollten Sie sich unbedingt mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt in Verbindung setzen, um die Auffälligkeiten untersuchen zu lassen, auch dann, wenn Sie bereits am Screening-Programm teilgenommen haben. Denn eine Teilnahme am Screening-Programm kann Ihnen nicht garantieren, dass zwischen zwei Untersuchungen keine Anomalie entsteht. Bitte achten Sie auch weiterhin gut auf Veränderungen Ihrer Brust und ziehen Sie im Zweifelsfall Ihre Ärztin/Ihren Arzt zu Rate.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung durch die Mammografie?

Wie jede Röntgenuntersuchung bringt auch die Mammographie eine Strahlenbelastung mit sich. Sie ist aber sehr gering und beträgt etwa zehn Prozent der jährlichen Strahlung, der jeder Mensch in Deutschland in seinem Alltag ausgesetzt ist. In gebirgigen Ländern ist die natürliche Strahlung sogar noch höher. Und auch Flüge haben eine gewisse Strahlenbelastung zur Folge. Die Gefahr, durch die Mammographie Krebs hervorzurufen, ist sehr viel geringer als das Risiko, einen Tumor möglicherweise nicht oder zu spät zu entdecken. Zudem nimmt mit zunehmendem Alter auch die Strahlenempfindlichkeit ab.

Ich bin wegen Brustkrebs schon einmal behandelt worden. Ist für mich eine Screening-Untersuchung sinnvoll?

Wenn Sie bereits aufgrund einer Brustkrebserkrankung behandelt werden oder wurden, teilen Sie dies bitte der Zentralen Stelle mit. Die Adresse finden Sie in Ihrer Einladung. Für fünf Jahre nach Bekanntwerden und Behandlung einer Brustkrebserkrankung sollen Sie nicht an dem Programm zur Früherkennung von Brustkrebs teilnehmen. Nach Ablauf dieser Zeit könnten Sie wieder am Screening Programm zur Früherkennung von Brustkrebs teilnehmen oder sich weiter bei den Ihnen bekannten Ärztinnen/ Ärzten untersuchen lassen.

Es ist Ihre Entscheidung.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin zur Besprechung und Beratung dieser individuellen Fragestellung bei den Ihnen vertrauten Ärztinnen/ Ärzten.

Ist die Mammografie zur Früherkennung unter 50 Jahren geeignet?

Es ist nach wie vor umstritten, ob die Früherkennungsmammografie die Brustkrebssterblichkeit auch bei Frauen unter 50 senken kann. Denn jüngere Frauen werden durch Röntgenstrahlen mehr geschädigt. Ihr Brustgewebe ist dichter, weshalb häufiger Brusttumoren übersehen werden; andererseits werden Frauen oft durch unklare Verdachtsbefunde alarmiert, die sich hinterher als unberechtigt herausstellen.

Wegen der unklaren Schaden-Nutzen-Bilanz verbietet die deutsche Röntgenverordnung ein Screening unter 50.

Wann kriege ich das Ergebnis mitgeteilt?

Da die Aufnahmen von mindestens zwei Ärzten beurteilt werden, erhalten die Frauen das Untersuchungsergebnis nicht am selben Tag, sondern in der Regel innerhalb von sieben Werktagen nach der Untersuchung mitgeteilt. Die programmverantwortlichen Ärzte sind allerdings bestrebt, das Ergebnis noch unterhalb dieser Frist den Frauen mitzuteilen.

Welche Voraussetzungen müssen Mammographie-Screening-Ärzte erfüllen?

Nur durch die Teilnahme an speziellen Schulungen und Prüfungen erhalten die Ärzte ihre Qualifikation, die Vorsorgeuntersuchung anbieten zu können. Neben dem Erwerb von Zusatzqualifikationen, sind die Erfüllung der technischen Voraussetzungen, die Erbringung der Mindestfallzahl (mind. 5000/Jahr) und die Freistellung des Personals für die Teilnahme an Fortbildungen von dem Programmverantwortlichen Arzt (PVA) zu leisten.

Ich fühle mich gesundheitlich gut. Warum sollte ich teilnehmen?

Das Ziel des Screening-Programms ist es, Brustkrebs in einem Stadium zu entdecken, in dem er noch keine Beschwerden verursacht. Denn Früherkennung verbessert die Chancen auf Heilung. Grundsätzlich ist die Untersuchung natürlich freiwillig. Bestehen Zweifel, sollten Sie diese mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt besprechen.

Gibt es Probleme, wenn ich vergrößerte Brüste habe?

Nein, es ergeben sich keine Probleme. Es ist möglich, nach einer Brustverkleinerung/Brustvergrößerung Aufnahmen machen zu lassen. Auf dem Anamnesebogen, der Ihrer Einladung beiliegt, können Sie dieses zusätzlich dokumentieren.